Wissenswertes zum Thema Wolf Mai 2015



Wissenswertes zum Thema Wolf Mai 2015

Erstellt von:
Chrissi Gross                                                                                                                                                                                                                                                                                                               

INHALT      
Zurück in angestammtes Heimatland
Die Geschichte des Wolfes
Wolfsportrait                                                                                                                                                                                  Zahlen und Statistiken                                                                                                                                                       Nahrungsbeschaffung
Umgang mit den Wölfen und der Herdenschutz
Umgang mit Wölfen in unseren Nachbarländern
Schlusswort

wolf2

Heimkehrer – WOLF

Zurück in angestammtes Heimatland
Wir lesen und hören es jeden Tag: Die Wölfe sind zurück.

Der Wolf bevölkerte einst die gesamte nördliche Halbkugel der Erde. Sogar in Nordafrika, Arabien, Indien und Mexiko war er beheimatet. Einst war der Wolf eines der Tierarten mit der größten weltweiten Verbreitung.
Doch dann sorgte der Mensch für eine Umkehr dieser Situation: Die gnadenlose Bejagung und die unaufhaltsame Zerstörung seines Lebensraumes trugen zur baldigen Ausrottung dieser scheuen Waldbewohner bei. In Deutschland galt der Wolf seit mehr hundert Jahren als ausgestorben. Selbst in Skandinavien berichtete man seit Mitte des 19. Jahrhunderts davon, dass der Isegrim erfolgreich ausgerottet sei.

Seit Ende des 20.Jahrhunderts jedoch beobachtet man die Rückkehr der Wölfe aus dem Osten kommend in ihr angestammtes Heimatland Deutschland. Mittlerweile haben sich nachweislich kleinere Wolfsrudel z.B. auf alten Truppenübungsplätzen in Mecklenburg- Vorpommern, in Sachsen und Brandenburg, aber auch in Niedersachsen angesiedelt.
Selbst in Bayern und Hessen wird von ersten Ansiedlungen dieser Tierart berichtet.

 Hier klicken und das komplette Informationsblatt lesen:

Informationsblatt WOLF

 

 

Störfaktor MENSCH – Artensterben auf der Erde

 

Himmelsblick

Himmelsblick bei Burgdorf

Schauen wir uns einmal in unserer Umwelt um…. was sehen wir? Tiere! Jede Menge Tiere… alle möglichen Arten. Tiere im Wasser und in der Luft – Tiere an Land und unter der Erde.
Und was sehen wir noch? Pflanzen! Jede Menge Pflanzen… überall! Alle möglichen Sorten.

<h2>Aber ist das tatsächlich so? </h2>

Setzen wir uns doch einmal eine Brille auf und achten auf das, was wir jetzt wirklich sehen (*Denkpause*).

Wir sehen eine Erde, die im Begriff ist, ihre Ursprünglichkeit zu verlieren.
Wir sehen Menschen, Menschen, Menschen… und Städte… und immer mehr umweltzerstörende Werke, die die Menschheit erfindet und (für den Menschen) für außerordentlich wichtig – ja, geradezu lebenswichtig betrachtet.

<h2>Und wir sehen das Artensterben.</h2>
Alljährlich geht man von etwa 50.000 Tier- und Pflanzenarten aus. Eine Aussterberate, die 100 bis 1.000 Mal höher liegt als in irgendeiner anderen Epoche der geologischen Geschichte unserer Erde.

Wir brauchen unsere Pflanzen, unsere Tiere, das Wasser und die Luft. Wenn wir alles zerstört haben, können wir auch nicht mehr leben.
Es ist ein Kreislauf, in dem wir alle voneinander abhängig sind: Tier – Mensch – Pflanze – Sauerstoff – Wasser.
Es wäre so schön, wenn sich die Menschheit endlich mal wieder besinnt und nicht <b>gegen</b> das Leben und Umwelt arbeitet, sondern <b>mit</b> dem Leben und der Umwelt.

Tierschutz auf Kleintiermärkten

Nun ist es wieder soweit:
unzählige Menschen strömen zum Pferdemarkt, um Tiere zu bewundern oder zu kaufen, die ungeachtet der Wiiterungseinflüsse und ihrer körperlichen und seelischen Verfassung in viel zu kleine Käfige gesperrt sind. Man schaut zu, wie sich die Tiere gegenseitig in ihrer Not mit ihren Schnäbeln, Zähnen oder Krallen ernsthaft verletzen… und man zuckt dann nur mit den Schultern.
Ein neues Jahr wird Zeuge der Respektlosigkeit gegenüber den Tieren.

Ein neues Jahr wird Zeuge der Gleichgültigkeit der Menschen.
Was wäre so schlimm daran, die Tiere in entsprechend große Käfige zu sperren, und die Anzahl der darin hausenden Tiere zu reduzieren? Was ist so schwer daran, den Tieren bei sommerlichen Temperaturen Sonnenschutz und bei schlechtem Wetter Regenschutz zu bieten????

2116721_web

Gott schuf die Menschen und das Tier.

Er hat uns die Tiere anvertraut, nicht ausgeliefert.

 

Interessant ist, dass z.B. in einer deutschen Bäckerei jeder kleinste Brotkrümel ausreichend deklariert und entsprechend gelagert werden muss. Verkäuferinnen dürfen nur mit Handschuhen oder Zangen arbeiten…
Bei der Haltung und beim Verkauf von Tieren, die ja anschließend auch gegessen werden und die im Lebendzustand auch Krankheiten übertragen können, spielen all diese Hygiene- und Sicherheitsvorschriften seltsamerweise keine wirkliche Rolle (auch für den Verbraucher nicht).

Erschreckend finde ich auch, wenn junge Eltern mit ihren Sprößlingen zum Pferdemarkt gehen, um den Kleinen Tiere zu zeigen. So vermittelt man den Kindern schon im Kleinklindalter, dass viel zu enge Käfige, Durst und Panik für Tiere als völlig normal hinzunehmen ist.

Zu den Händlern, die dort ihre Dollarzeichen in den Augen polieren: es gibt sehr strenge Vorschriften, an die sich die Händler zu halten haben. Vorrangig natürlich der Reisegewerbeschein (den nicht jeder Händler vorweisen kann). Die nächste Sache ist, dass alle dort zu verkaufenden Tiere geimpft und gesund sein MÜSSEN.
Da ich hier im Tierschutz aktiv bin, gehe ich mit einigen “Verbündeten” in jedem Jahr über den Kleintiermarkt (hier “Pferdemarkt” genannt) und kontrolliere die Haltung und den Verkauf der Tiere. Es gibt immer wieder sehr viele schwarze Schafe unter den Händlern und es gibt immer wieder eine menge Ärger. jedes Mal müssen wir das Veterinäramt alamieren und schlechte Zustände begutachten lassen…. es ist wirklich jämmerlich, wie wenig sich die Händler an die Gesetze halten.

Dass Trinkgefäße nicht gefüllt oder überhaupt nicht vorhanden sind, ist leider oft die Regel und hat auch seinen Grund. Ein Händler bemerkte mal sarkastisch, wenn er den “Viechern” so viel zum Saufen gäbe, pissten sie (sorry für das Wort… ist Originalton) immer das ganze Auto voll…..
Auch mit der Art und Weise, wie Geflügel aus dem Käfig genommen wird, grenzt oft an Tierquälerei… ich füge mal nachstehend Bilder bei, welche wir letztes Jahr auf unserem Pferdemarkt gemacht und der Region Hannover und dem Veterinäramtsleiter zukommen lassen haben.

Chrissi Gross

Bauern missachten Tierschutz im Burgdorfer Holz

25. JUNI 2014

Burgdorfer Holz

Dünne Elektrozäune: selbst bei Tageslicht nahezu unsichtbar für Tier und Mensch.
DIE LINKE im Rat sorgt sich seit geraumer Zeit um den Tierschutz im Burgdorfer Holz. Auf den Feldern nahe des Großen Stern – und möglicherweise nicht nur dort – haben die Bauern in den vergangenen Monaten vermehrt dünne Elektrozäune zur Sicherung von Äckern und damit der Ernte vor Rot- und Dammwild und Wildschweinen montiert. Es handelt sich um dünne blanke Metalldrähte, die selbst bei Tageslicht kaum zu erkennen sind. Gleichzeitig wird meist die Kennzeichnungspflicht, nach der man im Abstand von rund hundert Metern ein Warnschild am Elektrozaun anbringen muss, missachtet.

Rot- und Dammwild, Wildschweine, Fuchs und andere Wildtiere treten kaum mit Vorsicht an diese Zäune heran, sondern rennen meist munter drauf los. Im vollen Lauf prallen die Tiere gegen die Zäune, verletzen sich oder verheddern sogar ihr Geweih in den Drähten, worauf teilweise am Boden liegende Drähte hindeuten. Die Tiere können die Drähte im Lauf kaum bei Tag und schon gar nicht in der Dämmerung oder bei Nacht sehen. Nach Berichten von Anwohnern der Siedlung im Felde 33, die unweit einiger, in der beschriebenen Art und Weise gesicherter Äcker wohnen, sind in der Dämmerung und nachts vermehrt Schreie von Tieren zu hören, die wohl mit den Zäunen in Berührung gekommen sind und sich verletzt haben.
Landschaft Burgdorfer Holz

„Das alles ist vermeidbar, wenn die Landwirte statt der hauchdünnen Drähte breites Kunststoffgewebeband verwenden würden, das im Handel in den Leuchtfarben orange, gelb oder auch in weiß angeboten wird“, sagt LINKEN-Ratsherr Michael Fleischmann. „Diese leitenden Gewebebänder mit eingelassenen Drähten sind für die Tiere als auch für Wanderer gut zu erkennen und deshalb ungefährlich.“ Gleichzeitig würde damit § 13 des Tierschutzgesetzes Rechnung getragen, in dem es in Absatz 1 heißt: „Es ist verboten, zum Fangen, Fernhalten oder Verscheuchen von Wirbeltieren Vorrichtungen oder Stoffe anzuwenden, wenn damit die Gefahr vermeidbarer Schmerzen, Leiden oder Schäden für Wirbeltiere verbunden ist…“

Vor diesem Hintergrund erwartet DIE LINKE, dass sich Bürgermeister und Verwaltung des Problems annehmen. Michael Fleischmann hat dazu eine Anfrage in die kommende Ratssitzung am 10. Juli gestellt.

101B9714