Tierschutz auf Kleintiermärkten

Nun ist es wieder soweit:
unzählige Menschen strömen zum Pferdemarkt, um Tiere zu bewundern oder zu kaufen, die ungeachtet der Wiiterungseinflüsse und ihrer körperlichen und seelischen Verfassung in viel zu kleine Käfige gesperrt sind. Man schaut zu, wie sich die Tiere gegenseitig in ihrer Not mit ihren Schnäbeln, Zähnen oder Krallen ernsthaft verletzen… und man zuckt dann nur mit den Schultern.
Ein neues Jahr wird Zeuge der Respektlosigkeit gegenüber den Tieren.

Ein neues Jahr wird Zeuge der Gleichgültigkeit der Menschen.
Was wäre so schlimm daran, die Tiere in entsprechend große Käfige zu sperren, und die Anzahl der darin hausenden Tiere zu reduzieren? Was ist so schwer daran, den Tieren bei sommerlichen Temperaturen Sonnenschutz und bei schlechtem Wetter Regenschutz zu bieten????

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Gott schuf die Menschen und das Tier.

Er hat uns die Tiere anvertraut, nicht ausgeliefert.

 

Interessant ist, dass z.B. in einer deutschen Bäckerei jeder kleinste Brotkrümel ausreichend deklariert und entsprechend gelagert werden muss. Verkäuferinnen dürfen nur mit Handschuhen oder Zangen arbeiten…
Bei der Haltung und beim Verkauf von Tieren, die ja anschließend auch gegessen werden und die im Lebendzustand auch Krankheiten übertragen können, spielen all diese Hygiene- und Sicherheitsvorschriften seltsamerweise keine wirkliche Rolle (auch für den Verbraucher nicht).

Erschreckend finde ich auch, wenn junge Eltern mit ihren Sprößlingen zum Pferdemarkt gehen, um den Kleinen Tiere zu zeigen. So vermittelt man den Kindern schon im Kleinklindalter, dass viel zu enge Käfige, Durst und Panik für Tiere als völlig normal hinzunehmen ist.

Zu den Händlern, die dort ihre Dollarzeichen in den Augen polieren: es gibt sehr strenge Vorschriften, an die sich die Händler zu halten haben. Vorrangig natürlich der Reisegewerbeschein (den nicht jeder Händler vorweisen kann). Die nächste Sache ist, dass alle dort zu verkaufenden Tiere geimpft und gesund sein MÜSSEN.
Da ich hier im Tierschutz aktiv bin, gehe ich mit einigen “Verbündeten” in jedem Jahr über den Kleintiermarkt (hier “Pferdemarkt” genannt) und kontrolliere die Haltung und den Verkauf der Tiere. Es gibt immer wieder sehr viele schwarze Schafe unter den Händlern und es gibt immer wieder eine menge Ärger. jedes Mal müssen wir das Veterinäramt alamieren und schlechte Zustände begutachten lassen…. es ist wirklich jämmerlich, wie wenig sich die Händler an die Gesetze halten.

Dass Trinkgefäße nicht gefüllt oder überhaupt nicht vorhanden sind, ist leider oft die Regel und hat auch seinen Grund. Ein Händler bemerkte mal sarkastisch, wenn er den “Viechern” so viel zum Saufen gäbe, pissten sie (sorry für das Wort… ist Originalton) immer das ganze Auto voll…..
Auch mit der Art und Weise, wie Geflügel aus dem Käfig genommen wird, grenzt oft an Tierquälerei… ich füge mal nachstehend Bilder bei, welche wir letztes Jahr auf unserem Pferdemarkt gemacht und der Region Hannover und dem Veterinäramtsleiter zukommen lassen haben.

Chrissi Gross